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Schädlinge und Krankheiten bei Lavendel

April 06, 2019

Schädlinge und Krankheiten bei Lavendel

Der Lavendel ist eine extrem langlebige Pflanze, die dennoch anfällig für manche Krankheiten ist und einige Schädlinge anlockt. Diesmal werden wir uns einigen verbreiteten Krankheiten und Schädlingen widmen, die die Lavendelplantagen befallen können.

Wiesenschaumzikade (Philaenus spumarius)

Die Wiesenschaumzikade ist ein kleines Insekt, dessen Larve mit einer Schaumhülle bedeckt ist und Pflanzensäfte saugt. Die Larven der Wiesenschaumzikade werden häufig an Lavendel gesichtet, verursachen jedoch keine ernsthaften Schäden an der Pflanze. Im schlimmsten Fall stirbt der Stängel, der von den Larven befallen wurde ab.

Blattläuse

Blattläuse schädigen den Lavendel nur selten, verbreiten jedoch den Alfafa-Mosaik-Virus.

Alfafa-Mosaik-Virus

Dieser Virus, der von den Blattläusen übertragen wird, ist eine extrem häufige Virusinfektion, die Lavendel befällt. Bei Pflanzen ist dies an hellgelben Flecken auf Blättern und Sprossen zu sehen. Der Virus vernichtet die Pflanze zwar nicht ganz, sondern beschädigt diese nur. Infolgedessen kommt es dadurch auch häufig zum Ernteausfall.

Die erkrankten Pflanzen müssen entfernt und verbrannt werden. Dadurch wird die Ausbreitung der Virusinfektion verhindert. Es muss auch auf die Sauberkeit des Werkzeugs geachtet werden, mit dem der Lavendel geerntet wird, da das Virus auch mit diesem Werkzeug übertragen werden kann.

Pilzinfektion der Wurzeln (Phytophthora cinnamoni und Armillariella mellea)

Der Lavendel neigt zu Pilzinfektionen der Wurzeln, die ein beschleunigtes Verrotten der Wurzeln verursachen. Dies gilt umso mehr, wenn das Wasser in der Erde schlecht abgeleitet wird und zu viel Feuchtigkeit in der Luft ist. Die Wurzeln werden vor allem während der feuchten Periode betroffen, wenn jedoch Dürre auftritt, bekommt die Pflanze nicht genügend Feuchtigkeit durch das betroffene Wurzelsystem und trocknet daher ab. So gehen ganze Pflanzen oder deren größten Teile zugrunde. Diese werden dann mit Sicherheit im nächsten Jahr vollständig zugrunde gehen.

Um eine solche Infektion zu verhindern, sind insbesondere vorbeugende Maßnahmen erforderlich. Es muss sichergestellt werden, dass im Feld eine gute Drainage oder ein entsprechendes Drainagesystem angebracht wird. Wenn die Krankheit auftritt, müssen die betroffenen Pflanzen entfernt werden, oft ist es auch am besten, die noch gesunden Nachbarpflanzen zu entfernen. Dabei muss das gesamte Wurzelsystem der Pflanze aus der Erde entfernt werden, da in der Erde noch Sporen verbleiben, die sich unter guten Bedingungen wieder ausbreiten werden. Hierbei handelt es sich definitiv nicht um ein Heilmittel, sondern nur um eine notwendige Maßnahme. An dieser Stelle sollten in keinem Fall neue Jungpflanzen angepflanzt werden, da diese auch von der Krankheit befallen werden, sobald die Wetterbedingungen für das Pilzwachstum günstig sind.

Pilzinfektion der Blätter (Septoria lavandulae)

Wenn sich auf den Blättern der Pflanze Pilze vermehren, zeigt sich dies in Form von Flecken und gelblicher Verfärbung der Blätter. Die Blätter fallen dann in der Endphase der Krankheit ab. Die Krankheit tritt normalerweise in Gewächshäusern auf, wenn die Jungpflanzen bzw. Setzlinge in einer feuchten Umgebung gehalten werden oder wenn es ein extrem feuchtes Klima gibt. Die Pflanzen erholen sich wieder, wenn es mehr keine Feuchtigkeit in der Luft gibt.

Bakteriose (Pseudomonas syringae)

Eine bakterielle Infektion entwickelt sich an einer Pflanze, wenn diese in einer feuchten Umgebung wächst. Diese Krankheit verursacht den Zerfall von neuen Sprossen und verringert die Ernte erheblich, schließlich stirbt die Pflanze ab. Die Krankheit ist in Europa extrem verbreitet, kommt aber auf anderen Kontinenten selten vor.

 

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